21. November 2015
Verleihung des Werner-Holtfort-Preises 2015

Samstag, den 21. November 2015, 15.30 Uhr, 10405 Berlin, Greifswalder Straße 4, Haus der Demokratie u. Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal
Die diesjährige Preisverleihung erfolgt unter dem Aspekt „Recht und Unrecht im Aufenthalts- und Flüchtlingsrecht Ehrung für einen notwendigen anwaltlichen Kampf “

Die Preisträger: 
Rechtsanwältin Eva Steffen, Köln
Rechtsanwalt Peter Fahlbusch, Hannover   
Rechtsanwalt u. Notar Klaus Walliczek, Minden

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer. Wir btten um verbindliche Anmeldung.
FlyerHoltfort2015.pdf

25.-27. September 2015
Veranstaltung vom 25.-27.09.2015 in Wustrau Deutsche Richterakademie zum Thema „Beitritt, Wiedervereinigung feindliche Übernahme?
Das Inkrafttreten des Grundgesetzes in der ehemaligen DDR und seine juristischen Folgen. Veranstalter Forum Justizgeschichte und Förderung durch die Holtfort-Stiftung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Anhang.
Einladung_Tagung_2015_FJG.pdf

19.-21. Juni 2015
Evangelische Akademie Loccum vom 19.-21.Juni 2015 „Wahrheit im Strafprozess“ Reform zur bestmöglichen Ermittlung des wahren Sachverhalts (BVerfG).
Das ausführliche Programm finden Sie auf dem beigefügten Veranstaltungsflyer.
Flyer.pdf

12.-14. Juni 2015
Sommerkongress des BAKJ in Berlin vom 12.-14.Juni 2015 zum Thema "recht:rassistisch"
Der Kongress widmet sich - vor dem Hintergrund von Asylverschärfung, NSU-Prozess, Forderungen nach Deutschpflicht etc.  - dem gesellschaftlichen Rassismus - und seinem Verhältnis zum Recht.
Weitere ausführliche Infos zum Veranstaltungsprogramm entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer.
Flyer BAKJ-Kongress.pdf


Förderung einer Veranstaltungsreihe >Insight NSU< zum strukturellen Rassismus in Europa vor dem Hintergrund des NSU-Prozesses in München.

Der NSU-Komplex im Lichte nordirischer Erfahrungen am
  23. Januar 2015 | 19.30 Uhr | taz-Café | Rudi-Dutschke-Str. 23 | 10969 Berlin
Die Diskussion über den strukturellen Rassismus der Polizeibehörden bei den Ermittlungen zur NSU-Mordserie und die verhängnisvolle Beziehung zwischen Geheimdiensten und neonazistischen Strukturen durch sogenannte V-Leute ist bislang nur am Rande und vorwiegend aus deutscher Perspektive geführt worden. Die Veranstaltungsreihe «Insight NSU» will diese Lücke schließen.
Insight NSU_23.1.15_DennisHolder in Berlin.pdf

19. März 2015 | 19.30 Uhr | Tiyatrom | Alte Jakobstr. 12 | 10179 Berlin
Mord in Istanbul wegen << Beleidigung des Türkentums >>
Hrant Dink war ein armenischstämmiger türkischer Journalist, der am 19. Januar 2007 von türkischen Faschisten ermordet wurde. Er war Gründer und Herausgeber der zweisprachigen armenischen Wochenzeitung «Agos». Für seine Forderung nach einem offenen gesellschaftlichen Umgang mit dem Völkermord an den Armenier_innen im Jahr 1915 wurde er seit langem von nationalistischen Kreisen bedroht und mit Strafverfahren wegen «Beleidigung des Türkentums» überzogen. Der Mordprozess dauert an. Zugleich haben die Anwälte der Familie Dink Strafantrag gegen führende Polizei- und Geheimdienstoffiziere wegen Unterstützung bzw. Duldung des Mordes gestellt.
Insight NSU_HrantDink_19.3.15.pdf

24. April 2015 | 19.30 Uhr | Urania | An der Urania 17 | 10787 Berlin
Militante Neonazis in Deutschland und Griechenland
Derzeit bereitet die griechische Justiz ein Verfahren gegen die neofaschistische Partei ›Chrysi Avgi‹ (Goldene Morgenröte) vor (Beginn des Verfahrens voraussichtlich am 20.4.2015). Insgesamt 70 Parteimitgliedern wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gegründet zu haben, um mit Überfällen, Schutzgelderpressungen und Morden ihre politischen Ziele zu erreichen. Offensichtlich gab es auch in Griechenland eine Zusammenarbeit zwischen staatlichen Behörden und Neofaschisten. 

Mit dem Athener Rechtsanwalt und Nebenklagevertreter Thanasis Kampagiannis diskutiert der Kieler Rechtsanwalt und Nebenklagevertreter im NSU-Prozess, Alexander Hoffmann (RAV), über das Verfahren in München und den Prozess in Athen.
Insight_NSU_GoldenDawnProzess.pdf

19. Juni 2015 | 19.30 Uhr | Jüdische Akademie Berlin | Lindenstr. 9-14 | 10969 Berlin
Urteil in Ungarn mit

Eszter Hajdú, Regisseurin
Magdalena Marsovszky, Kulturwissenschaftlerin und Publizistin
Carsten Ilius, Rechtsanwalt in Berlin

Moderation: Volker Eick (RAV)

In den Jahren 2008 und 2009 überfallen Rechtsextremisten im Norden Ungarns mehrere Roma-Dörfer. Sie ermordeten sechs Menschen, darunter ein fünfjähriges Kind. Mit Prozessbeginn gegen vier Neofaschisten im Jahr 2010 wird deutlich, wie weit der Rassismus gegen Roma in der ungarischen Gesellschaft verbreitet ist und wie selbst ermittelnde Beamte mit den Tätern sympathisierten. Deutlich wird auch, Polizei und Militärgeheimdienst sind involviert. 
Eszter Hajdú hat den zweieinhalbjährigen Prozess in einem Dokumentarfilm verarbeitet. Der Film wird in Auszügen gezeigt, anschließend diskutieren Eszter Hajdú, die Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky sowie der Rechtsanwalt und Nebenklagevertreter im NSU-Prozess Carsten Ilius über Parallelen und Unterschiede beider Verfahren.

Eitritt frei. Anmeldung unter Tel. 030 / 25993488 oder reservierung@jmberlin.de.
Englischsprachiche Veranstaltung mit Simultanübersetzung.
http://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/urteil-in-ungarn-417/

Flyer_InsightNSU_Ungarn_19.6.15.pdf

Fazit: ›Insight NSU‹
Die Diskussion über den strukturellen Rassismus der Polizeibehörden bei den Ermittlungen zur NSU-Mordserie und die verhängnisvolle Beziehung zwischen Geheimdiensten und neonazistischen Strukturen durch sogenannte V-Leute ist bislang nur am Rande und vorwiegend aus deutscher Perspektive geführt worden. Die Veranstaltungsreihe «Insight NSU» will diese Lücke schließen.

Die Reihe begann am 14.11.2014 mit Liz Fekete vom Londoner Institute of Race Relations (u.a. zum Rassismus in West- und Osteuropa). Fortgesetzt wurde sie ab Januar 2015 mit Gästen aus Griechenland (u. a. zum Prozess gegen führende Funktionäre der faschistischen Partei Chrysi Avgi/Goldene Morgenröte), Nordirland (u. a. zur Rolle des britischen Sicherheits- und Militärapparats und protestantischen Paramilitärs im nordirischen Bürgerkrieg), Ungarn (u. a. zum Prozess gegen Neofaschisten wegen der Morde an sechs Roma) und der Türkei (u. a. zum Prozess gegen die Mörder des armenischen Journalisten Hrant Dink und die Rolle der Polizei).